Die eigenen Fesseln

Irgendwie bin ich gefangen,

irgendwas hält mich zurück.

Doch da ist dieses Verlangen

und die Sehnsucht nach dem Glück.

 

Diese Fesseln, die so schnüren,

Bewegung ist stark eingeschränkt.

Eine Hand mal frei zu führen,

unmöglich - bin wie fremd gelenkt.

 

Wenn ich in die Ferne schaue

bin ich echt kein Einzelfall.

Und wenn ich meinen Ohren traue,

hör´ ich des Klagens´s Widerhall.

 

Nun vernehm´ ich uns´ren Zustand,

war hierfür bis eben blind.

Gefangene im ganzen Land,

vom alten Greis bis jungem Kind.

 

Doch, was ist mit der Minderheit,

die sich frei und froh bewegt ?

Hat man sie vor langer Zeit

nicht auch in Ketten angelegt ?

 

Es sind stets ausschließlich wir,

die sich selbst vom Glück abschneiden.

Für jeden offen ist die Tür,

ebenso das Tor zum Leiden.

 

Wir kamen mit Talenten

auf diese schöne Welt.

Und in wievielen Momenten

haben wir uns verstellt ?

 

Unbeweglichkeit und Starrheit

sind das Resultat.

Doch die allergrößte Wahrheit

lebt halt von der Tat.

 

Legen wir die Fesseln ab,

wir tun jetzt, was wir können.

Nun halten wir das Glück auf Trab

und fangen an zu rennen.

 

 

Karsten Gerloff

Bielefeld, den 17.07.2016

 

Das Bild hat Mira - Cristin Günter gemalt.

 

 

 

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